Von Florence and The Machine ist der Soundtrack zum Film Eat Pray Love. Weitere Infos zum Film, der am 23. September 2010 in die deutschen Kinos kommt, gibt es bei La Liste des Desiderata.
Ich bin nach der Leistung von Kraken-Orakel Paul davon überzeugt, dass Weichtiere die Zukunft voraussagen können. Pauls Trefferquote für den Ausgang von Fußballspielen liegt bei 80 Prozent. Selbst das Fernsehen war beim Oktopus im Oberhausener Sealife zu Gast, um seine Weissagung zu übertragen. Als die Prophezeiung fürs gestrige WM-Halbfinale in Südafrika negativ für Deutschland ausfiel, reagierte die Nation verstört. Eigentlich hatte ich versprochen, falls Deutschland Weltmeister wird, in der Mensa nie mehr zu frittierten Calamares mit Knoblauchdipp zu greifen. Tja Paul, hättest Du mal dafür gesorgt, dass Deutschland gewinnt …
Um Euch und mich ein bisschen zu trösten, ist hier Sommermusik von Darwin Deez. Radar Detector, so heißt auch die zweite Single der amerikanischen Indie-Folk-Gruppe. Viel Spaß damit.
Neben dem typischen Sound gehört auch ihr Erscheinungsbild zum Image der Stars. Die Fotografische Sammlung des Museum Folkwang in Essen zeigt bis 10. Oktober 2010 die Ausstellung A Star Is Born. Über 300 Fotos der Großen des Rock und Pop beweisen, dass es auch aufs Äußere und dessen Präsentation ankommt, wenn es darum geht, im Musikgeschäft Karriere zu machen. Die Bilder sind stille Zeugen der Musikgeschichte und dokumentieren den Sound der 60er, 70er und nachfolgender Jahrzehnte. Annie Leibowitz, Jim Rakete, Jürgen Vollmer, Mark Seliger und viele andere haben Elvis Presley, Jimi Hendrix, Prince oder David Bowie, die Beatles, Coldplay oder Franz Ferdinand in Action porträtiert.
Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr, Fr 10–22.30 Uhr, montags geschlossen
Eintrittspreise (inkl. Sammlung): Di–So 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Schulklassen 15 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei
Kombiticket A Star Is Born / „Das schönste Museum der Welt“ (bis 25.7.): Di–So 16 Euro, ermäßigt 12 Euro.
Am Samstag, den 5. Juni 2010, hat im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres der Day of Song in Gelsenkirchen stattgefunden. Alles, dem irgendwie Töne zu entlocken waren, traf sich in der Arena, um mit anderen zu singen. 55.000 Menschen machten mit Bobby McFerrin, den Wise Guys und dem Mädchenchor Scala Musik. Für drei Lieder durfte auch unser Chor auf die große Pyramide, die in der Mitte des Stadions als Bühne diente. Bei der Masse kam es weniger auf perfekte Performance, sondern eher auf Spaß an, von dem wir reichlich hatten. Dank zahlreicher Volunteers, Catering und einem Eiscremsponsor ließ sich die Hitze gut überstehen. Geleitet hatte übrigens den ganzen Abend der Bochumer Generalmusikdirektor Steven Sloane, mit dem unser Chor bereits einige Konzerte gemacht hat.
Lorin Maazel wird im September 2010 in der Kraftzentrale des Duisburger Landschaftsparks Mahlers 8., die Sinfonie der Tausend in Duisburg dirigieren – nicht mit 55.000 Sängern, aber auch mit riesengroßem Chor.
Der Mädchenchor Scala trat genau vor unseren Sitzen auf. Für ein brauchbares Foto von Bobby McFerrin und den Wise Guys habe ich zu weit entfernt gesessen.
Mit der Band Hold Your Horses flaniert es sich durch ein recht lebendiges Museum mit den Meilensteinen der Kunstgeschichte. Botticellis Geburt der Venus neben Piet Mondrians Strichlandschaften oder Marylin Monroe-Verehrung per Andy-Warhol-Ikone. Die Hauptdarsteller auf den Gemälden sind den berühmten Vorlagen weniger ähnlich, dafür können sie Musik machen. Hier kommt 70 Millions von Hold Your Horses. Dazu könnt Ihr Euch sämtliche Original-Kunstwerke gesammelt auf Flickr ansehen.
Da wird mir richtig schön warm ums Herz: Ich habe fleißig die Däumchen gedrückt und Lena hat gewonnen. Für Euch ist der Eurovision Song Contest eine Wett-Trällerei seichter Aufzugsmusik? Hier kommt die musiktheoretische Analyse von Klaus Kauker des Siegersongs Satellite und ein Vergleich der beiden Versionen – der von Lena Meyer-Landrut und Jennifer Braun gesungenen. Ihr erinnert Euch? Im Vorentscheid zum Eurovision Song Contest hatte Jennifer Satellite in Form einer langsameren Ballade vorgetragen, während Lena mit ihrer Version im schnelleren Tempo gewonnen hat.
Foto: Screenshot, Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest am 29. Mai 2010 in Oslo
Heute, am Freitag, den 21. Mai 2010 feiert Duisburg die Eröffnung des Kulturfestivals Akzente. Damit mausert sich die Hafenstadt zum “Local Hero” des Kulturhauptstadtjahres. Ich hatte bereits erwähnt, dass die Akrobatentruppe La Fura dels Bausum 23 Uhr auf der Mercatorinsel auftreten wird. Ab 23 Uhr gibt es ein Open Air-Konzert mit Zweiraumwohnung. Inga Humpe und Tommi Eckart treten im Rahmen ihrer Lasso Tour auf der Bühne Mühlenweide auf. Zeitgleich findet in Ruhrort die Stadtteilparty mit Ausstellungen und zahlreichen Performances statt. Zieht Euch was Warmes an, parkt Euer Auto auf einem der heiß umkämpften Parklätze oder kommt mit Bus und Bahn und stürzt Euch in die Party. Der Eintritt ist frei. Viel Spaß.
Was für ein Glück, dass Mary die Rosie für ihr Blog Stil in Berlinfotografiert hat. So habe auch ich ihre Musik entdecken können. Ursprünglich kommt Rosie aus Belfast und macht mit ihrer Band Boy of Girl Musik mit federleichtem Sound zum Wegschweben.
Wer Gewalt im Film oder auf der Bühne darstellt, geht Risiken ein. Zu viel haben Regisseure ästhetisiert und sich in wahre Gewaltorgien verliebt, ohne dass ein leiser Zweifel an der Handlung aufkam. Romain Gavras wagt sich ans Gegenteil. Sein Musikvideo zu Born Free der britischen Musikerin M.I.A. lässt uns fast die Qualen der Opfer am eigenen Leib spüren. “Sobald Du auf der Bühne jemanden schlägst, fügst Du auch dem Zuschauer Schmerzen zu”, hieß es, als ich noch in einer Theatergruppe mitspielte. Und ich musste sogar den Blick abwenden, als ich mir den Kurzfilm von Romain Gavras angesehen habe. Der Sohn des Filmregisseurs Constantinos Costa-Gavras visualisiert das Thema Diskriminierung von Minderheit eindringlich und schmerzvoll – für manche sicher zu schmerzvoll. Den Film könnt Ihr unten nach dem Klick sehen, wenn Ihr möchtet. Es handelt sich um explizite Gewaltdarstellungen.
Blogger Kai Müller ist inselsüchtig, ihn fasziniert Island mit seiner Landschaft, Kulturszene, seinen Bewohnern und ihren Eigenheiten. Auf seinem Blog Stylespion (übrigens einer der erfolgreichsten und reichweitenstärksten deutschsprachigen Blogs) hat uns Kai Berichte über Schneetreiben im April, über Schnurrbart-Wettbewerbe und über die wunderbare Musikszene Islands geliefert. Wir, seine Leser wollen mehr davon. Deswegen hat Kai zusammen mit Marcel Krüger das Projekt Sonic Iceland gestartet. Wer die beiden als Sponsor unterstützen möchte, so dass sie einen Aufenthalt auf ihrer Trauminsel finanzieren können, findet weitere Infos zum Projekt auf der Homepage zu Sonic Iceland.
Sie selbst schreiben über sich und Sonic Iceland:
Kai Mueller, blogger and photographer from Cologne and Marcel Krueger, German expat living in Dublin, are travelling to Iceland.
Our aim is to create a portrait of Iceland and its music – and this not as the stereotype music journalists visiting Reykjavik for a long weekend. We are enthusiastic about music, and especially about the diversity of the Icelandic music.
We are going to meet the Icelandic people to see how they live, work, play and of course how they create their music – and how the country, its current situation and the incredible landscape is connected to all of this. Support us! See how you can help us to support the icelandic music scene.