
Dieser Duisburger lebte im Mittelalter
Das Duisburger Museum
Das Duisburger Kultur- und Stadthistorische Museum ist in einem alten Speicher am Innenhafen untergebracht. Klein und fein präsentiert es Dinge aus dem Duisburger Alltag von der Antike bis in die jüngste Vergangenheit. Höhepunkt der Ausstellung sind persönliche Gegenstände und Karten eines der berühmtesten Einwohner der Stadt, Gerhard Mercator. Ihm ist in der oberen Etage ein großer Raum gewidmet. Die Beleuchtung ist allerdings aus konservatorischen Gründen so stark gedimmt, dass ich keine Fotos der Karten und Globen gemacht habe.
Geschichte der Stadt
Nur wenige Menschen siedelten zur Zeit der Antike hier. Im 16. Jahrhundert lebten etwa 2.000 bis 3.000 Menschen innerhalb der Duisburger Stadtmauer. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren die Befestigungsanlagen fast intakt und nach 1945 standen immerhin noch 80 Prozent des mittelalterlichen Gemäuers. Erst später fiel die Duisburger Stadtmauer den Modernisierungsmaßnahmen zum Opfer. Die Duisburger Innenstadt wird heute stark von Bauwerken des 20. Jahrhunderts geprägt. Dass Duisburg architektonisch den demokratischen Neuanfang wagen wollte, ist verständlich – schade um so manches Bauwerk. Die im Kultur- und Stadthistorischen Museum gezeigten Stücke lassen ahnen, wie das Leben in Duisburg einmal ausgesehen hat. Ein großer Teil dieser Gegenstände sind aus alten Latrinen- und Jauchegruben ausgegraben worden. Weitere Fotos gibt es unten nach dem Klick …

Bronzeschmuck aus der Antike

Um Duisburg gab es zahlreiche Hügelgräber, die eifrige Hobby-Archäologen im 19. Jahrhundert umpflügten. Sie fanden dabei solche Urnen.







3 Leser haben zu " Kultur- und Stadthistorisches Museum in Duisburg" einen Kommentar geschrieben
Kompliment für den schönen Artikel und die tollen pics, Patricia!
Uns vom Museum freut natürlich, wenn die neue Stadtgeschichte-Ausstellung so gut bei den Besuchern ankommt. Die Ausstellung führt ja wirklich über 20.000 Jahre von der Eiszeit bis zu Schimanskis Jacke
– jaja, ich weiß, leider momentan ausgeliehen.
Ich weiß nicht, ob Sie auch an einer Führung teilgenommen haben – wer sich nicht traut, das alles alleine zu erforschen, findet auf unserer HP ja die Termine zu verschiedenen Führungen an Sonn- und Feiertagen.
Der Schädel (übrigens ein tolles Foto durch ein Vitrinenglas hindurch) ist von einem fränkischen Krieger aus Rheinhausen, der immerhin gut 60 Jahre alt geworden ist, bevor eine Lanzenspitze seinem Leben ein Ende setzte.
(Nebenbei, in der “Mercator-Schatzkammer” wäre fotografieren oder filmen auch gar nicht erlaubt gewesen, damit diese seltenen Karten und Globen keine Lichtschäden bekommen. Wenn Sie mich anmailen, schicke ich Ihnen aber gerne ein Foto von einem Globus für den Beitrag.
Ansonsten herzlichen Dank für die sympathische “Werbung”
, es ist ja unser Wunsch, dass möglichst viele Duisburger und Gäste ein wenig von der Geschichte der “Burg auf dem Hügel” (= Duisburg) kennen lernen.
Mit herzlichem Gruß!
Werner Pöhling
Öffentlichkeitsarbeit
Danke fürs Lob. Freut mich.
Den Artikel muss ich sehr loben.
Nur leider gibt es gerade was die Archäologie in Duisburg angeht noch sehr viele Baustellen. Die Reste der Stadtmauern werden kaum noch in einen historischen Kontext gesetzt. Und für eine Stadt, wo hunderte wissenschaftlich wichtige Lederfunde in Archiven verstauben, ist Schimanskis Jacke nicht wirklich museumsreif, sondern ein Armutszeugnis
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