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Helene, bitte beklau mich!

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Screenshot_axolotl-roadkill

Helene Hegemann und die Plagiatsvorwürfe zu Axolotl Roadkill

Ich bin ein wenig enttäuscht. Die 17-jährige Schriftstellerin Helene Hegemann soll nichts – tatsächlich rein gar nichts aus meinen Blogs für ihren Roman Axolotl Roadkill geklaut haben. Noch habe ich ihr von der Kritik hochgelobtes und zum kleinen Teil „zusammengeborgtes“ Werk nicht gelesen. Neben Textpassagen, die sie vom Blogger Airen abgeschrieben hat, sollen weitere Teile ihres Romans Popsongs oder anderen Quellen entnommen sein. Leider scheint sie sich gegen Inspirationen meinerseits erfolgreich zur Wehr zu setzen oder besser gesagt: Helene Hegemann ignoriert mich.

Nichts selbst erlebt

Erst waren Kritiker von der drastischen Sprache Hegemanns verzückt, da Authentizität und das „echte Leben“ aus dem Gebrauch von Worten wie „ficken“, „Gruppensex“ und viel Anallastigem spräche. Jene Feuilletonisten sind jetzt betrübt und fühlen sich von Helene Hegemann hintergangen. Diese hat leider weder in ihrem 17 Jahre jungen Leben Gruppensexpartys besucht, noch tanzte sie die Nächte zugedröhnt im Berliner Club Berghain durch. Womöglich hat sie das Etablissement nie betreten, wie manch Kritiker böse ahnt. Helene Hegemann hat ihre Exzesse erlesen, nicht erlebt. Wer wie ich unter Nichtbeachtung leidet und nicht beklaut wurde, kann sich zumindes daran vergnügen, wie sich alle die Köpfe einschlagen. Mit Freude blicken wir dem nächsten Literaturskandal entgegen. Wie bekannt wurde, soll Joanne K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Bücher selbst nie gezaubert haben. Wir sind entsetzt.

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Clip: Textausschnitt Axolotl Roadkill

Foto: Screenshot aus dem Clip

Februar 18th, 2010

Sarah Kuttner und ihr Mängelexemplar

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Sarah_Kuttner

In der vergangenen Woche war Sarah Kuttner mit ihrem Buch Mängelexemplar zu Gast beim Zeltfestival in Bochum. Mit ihrer Lesung schaffte es die Moderatorin und Entertainerin, auf sämtliche anwesenden Gesichter den Das-Kenne-Ich-Auch-Ausdruck zu zaubern. Viel Tiefsinn besitzt die Geschichte um Protagonistin Karo nicht – braucht sie aber auch nicht, wenn uns Sarah Kuttner selbst die Geschichte auf so sympathische Art und Weise vorliest. Am liebsten hätte ich die Autorin gleich nach der Lesung eingepackt, damit sie mir zu Hause weiter aus ihrem Buch vorlesen kann.

Im Buch Mängelexemplar erzählt Sarah Kuttner die Geschichte der jungen Frau Karo, die von sich selbst sagt, sie wäre schwierig. Karo trennt sich von ihrem Freund, ist zutiefst betrübt und unterhält uns mit allerlei Nervenzusammenbrüchen und Experimenten zur Aufarbeitung verschiedenster Probleme, die jedem bereits bekannt sein dürften. Karo besitzt genug Humor, um dem Leser genügend Distanz zu sämtlichen Problemen zu verschaffen. Ich habe mich über Sarah Kuttners Mängelexemplar amüsiert, ohne dass ich tiefsinnige Erkenntnisse über zwischenmenschliche Beziehungen gewonnen hätte. Wir hatten es während der Lesung recht kalt im dunklen Zirkuszelt, aber Sarah Kuttner war so persönlich, liebenswürdig und witzig, dass wir uns warm gelacht haben. Fotografieren lässt sich die Autorin ungern, weswegen es nur ein Bild aus weiter Entfernung gibt.

September 7th, 2009