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Kultur- und Stadthistorisches Museum in Duisburg

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antiker_Schaedel_skull

Dieser Duisburger lebte im Mittelalter

Das Duisburger Museum

Das Duisburger Kultur- und Stadthistorische Museum ist in einem alten Speicher am Innenhafen untergebracht. Klein und fein präsentiert es Dinge aus dem Duisburger Alltag von der Antike bis in die jüngste Vergangenheit. Höhepunkt der Ausstellung sind persönliche Gegenstände und Karten eines der berühmtesten Einwohner der Stadt, Gerhard Mercator. Ihm ist in der oberen Etage ein großer Raum gewidmet. Die Beleuchtung ist allerdings aus konservatorischen Gründen so stark gedimmt, dass ich keine Fotos der Karten und Globen gemacht habe.

Geschichte der Stadt

Nur wenige Menschen siedelten zur Zeit der Antike hier. Im 16. Jahrhundert lebten etwa 2.000 bis 3.000 Menschen innerhalb der Duisburger Stadtmauer. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren die Befestigungsanlagen fast intakt und nach 1945 standen immerhin noch 80 Prozent des mittelalterlichen Gemäuers. Erst später fiel die Duisburger Stadtmauer den Modernisierungsmaßnahmen zum Opfer. Die Duisburger Innenstadt wird heute stark von Bauwerken des 20. Jahrhunderts geprägt. Dass Duisburg architektonisch den demokratischen Neuanfang wagen wollte, ist verständlich – schade um so manches Bauwerk. Die im Kultur- und Stadthistorischen Museum gezeigten Stücke lassen ahnen, wie das Leben in Duisburg einmal ausgesehen hat. Ein großer Teil dieser Gegenstände sind aus alten Latrinen- und Jauchegruben ausgegraben worden. Weitere Fotos gibt es unten nach dem Klick …


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Oktober 12th, 2009

Ausstellung zur Varusschlacht: Imperium

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imperium_roemische_skulptur

Faszination bis heute

2000 Jahre ist es jetzt her, als die Germanen die Römer schlugen. Was als Varusschlacht in die Geschichte einging, übt bis heute Faszination aus, denn der vermeintlich Schwächere besiegte den Stärkeren. Dazu gibt es jetzt eine Ausstellung in drei Teilen unter den Titeln Imperium, Konflikt und Mythos. Im Jahr 9 nach Christi Geburt schlug der Cherusker-Fürst Arminius  und sein germanisches Heer den römischen Feldherren Publius Quinctilius Varus samt drei Legionen und Hilfstross. Rom wollte zu dieser Zeit seine Macht westlich des Rheins sichern und weiter nach Osten ausdehnen. Varus zog mit seinen Truppen vom Sommer- zum Winterlager, als er auf Reisen von einem kleineren Aufstand hörte und deswegen einen Umweg durch ihm unbekanntes Gelände nahm. Hier griff Arminius den kilometerlangen Tross an.

Germanische Landschaft zur Zeit der Varusschlacht

Germanische Landschaft zur Zeit der Varusschlacht

Drei geschichtsträchtige Ausstellungsorte

Wer sich alle drei Teile der Ausstellung ansehen möchte, ist ähnlich wie die römischen Truppen in ihren neu eroberten Gebieten viel unterwegs. Die Teile Konflikt und Mythos finden bei Kalkriese/Osnabrück und Detmold statt. Wir sind zunächst nach Haltern am See gefahren, um uns dort den Teil Imperium anzusehen. In Haltern war zur Zeit der römischen Herrschaft ein großes Militärlager. Die Truppen sollten von hier aus die Grenzen der eroberten Gebiete sichern, für Ordnung sorgen und zu Eroberungsfeldzügen in die rechtsrheinischen Gebiete ziehen.

imperium_roemische_skulpturen

Beeindruckend inszeniert

Für die Ausstellung zur Varusschlacht hat man die Seestadthalle zum Museum umgebaut. Die Ausstellungsobjekte sind beeindruckend in Szene gesetzt. Schön, dass man sich weniger auf Masse, sondern auf Klasse konzentriert und jedes Objekt in einem Zusammenhang zu anderen Ausstellungsstücken steht. Zitate aus der römischen Geschichte sind perfekte Zutat und runden den Gesamteindruck ab. Die Vorgeschichte der Varusschlacht wird anschaulich erzählt und die Protagonisten werden eingeführt. Dem Besucher erschließt sich das militärische Leben der Römer. Was deutlich wird: der Krieg selbst machte nur einen kleinen Teil der Tätigkeit der Soldaten aus. Weitaus mehr Zeit ihres Lebens verbrachten die Truppen mit Kriegsvorbereitungen, Reisen und alltäglichen Dingen wie der Zubereitung von Essen, dem Herstellen von Kleidung, Waffen, Werkzeug oder Haushaltswaren. Mich hat beeindruckt, wie in sich geschlossen jeder Ausstellungsraum einen Aspekt darstellt und sich alles sehr schön zu einem Gesamtabriss zusammenfügt. Alle Texte sind gut gegliedert und informativ. Auch die Optik gefiel mir sehr gut. Durch Licht haben die Ausstellungsmacher Akzente gesetzt und Stimmungen gezaubert.

Religiöse Lebenswelt der Römer

Religiöse Lebenswelt der Römer

Fotos: Thomas Majde


Die Eintrittskarten gelten auch für die Dauerausstellung im Haltener LWL-Römermuseum

Imperium – 2000 Jahre Varusschlacht

Seestadthalle Haltern am See

Lippspieker 25, 45721 Haltern am See

Dienstag bis Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 20.00 Uhr
Sonn- und Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr

9 Euro/ermäßigt 6 Euro / Familienkarte 20 Euro

Weitere Fotos der Ausstellung Imperium / 2000 Jahre Varusschlacht gibt es unten nach dem Klick …


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Juni 15th, 2009