Beardyman kocht hier für uns den perfekten Mix aus verschiedenen Rhythmen. Über seine bemerkenswerten Kunststücke bin ich erst nach einem Hinweis von Robert gestolpert und staune über die Geräusche, zu denen menschliche Stimmbänder fähig sind. Das Gesamtkunstwerk erfreut Ohren, Augen und Gaumen.
Kochen mit der bärtigen Blondine
Atlas der entlegenen Inseln

Wer den Atlas der entlegenen Inseln von Judith Schalansky liest, bekommt den Eindruck, die Autorin habe jedes der 50 vorgestellten Eilande persönlich bereist. Die Texe beschreiben anschaulich die Überfahrt zu kleinen verwunschenen Landflecken in sämtlichen Weltmeeren. Im Untertitel des Buches verrät Judith Schalansky aber: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Die Entdeckungsfahrten haben nur als Fingerreise auf Landkarten stattgefunden, wie die 29-jährige Autorin und Grafikerin erzählt. Sie hat ihre frühe Kindheit in der DDR erlebt. Urlaubsfahrten bestanden damals aus dem Erfassen der Umrisse einzelner Landschaften mit dem Zeigefinger auf Papier. Heute nimmt Judith Schalansky uns mit auf ihre ungewöhnlichen Fahrten und ich darf erleben, wie viel Spaß das imaginäre Entdecken macht. Jeder Insel wie Floreana, Tristan de Cunha oder Pagan ist eine Seite mit Text und eine mit einer grafischen Abbildung gewidmet. Ich habe das Buch durchgeblättert und festgestellt, dass ich keine einzige dieser Inseln je besucht habe. Ich wüsste nicht, wie ich mich in die Karasee oder nach Französisch-Polynesien verlaufen sollte. Irgendjemand soll mal gesagt haben, “am schönsten sind die Reisen, die man nie gemacht hat”. Allein die Fanatsie lässt einen ohne große Anstrengungen unter Palmen landen. In Gedanken schicke ich Euch Grüße aus Tristan de Cunha. Es ist sehr nett hier.
Judith Schalansky: Atlas der entlegenen Inseln
144 Seiten mit 50 Karten
34 Euro, erschienen beim Mareverlag, Hamburg
Weitere Infos gibt es hier.
Der Neubau des Museum Folkwang in Essen

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An diesem Wochenende (30. und 31. Januar 2010) zogen im Essener Museum Folkwang nicht Bilder und Skulpturen alle Augen auf sich, sondern der Museumsbau selbst. Nach fast zwei Jahren Umbau strömten zur Wiedereröffnung 14.500 Besucher durch die Räume. Der britische Architekt David Chipperfield hat den Museumsaltbau aus dem Jahr 1960 sinnvoll erweitert. Zwei Glasdurchgänge verbinden jetzt den neuen mit dem alten Teil. Die Eigenständigkeit der Gebäudebereiche bleibt erhalten, ohne den Bruch, den der alte Anbau des Ruhrlandmuseums aus den 80er Jahren verursacht hatte. Diese Gebäudeteile sind für David Chipperfields Neubau abgerissen worden. Weitere Fotos gibt es unten nach dem Klick …
Ein Jahr Kultur Bunny

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Ich liebe es, zu schreiben und finde Kultur spannend. Diese zwei Gründe führten dazu, dass ich vor einem Jahr mein Blog Kultur Bunny gestartet habe. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gemeinsam mit den Wise Guys das Geburtstagsständchen anstimmen und ein wenig leise vor Euch hin feiern. Ich hoffe, Ihr begleitet mich und Kultur Bunny auch in seinem kommenden Blog-Lebensjahr.
Foto: Pixelio / Klicker
Wer ist der wahre Zwergensprenger?

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Dass sich unter roten Zipfelmützen reichlich Potenzial für Nachbarschaftskriege verbirgt, ist hinlänglich bekannt. Doch nicht nur die Bewahrer der Gartenzwergkultur sehen ihr Gut in Gefahr. Auch um dessen Zerstörung ist jetzt ein Streit entbrannt. Wie der Fernsehsender 3sat in seiner Sendung Kulturzeit berichtete, streiten sich zwei Künstler um die rechtmäßige Urheberschaft fürs Sprengen von Zwergen – Pavel Schmidt und Regisseur Christof Schertenleib.
Den amüsanten Beitrag aus der Fernsehsendung und einen Text dazu von Richard Herold gibt es hier auf der Homepage des Senders 3sat.
Foto: Christian Seidel / Pixelio.de
Filmkritik: Surrogates

Ist das Leben lebenswerter, wenn man in einem schönen Körper steckt? Der Hersteller der Surrogates behauptet dies. Zumindest ist es ungefährlicher, denn weder Verkehrsunfälle noch Ansteckung mit gefährlichen Viren bedrohen den Menschen, der sich für ein Leben via Surrogate entschieden hat. Als Operator eines “Surries” braucht keiner mehr seine Wohnung zu verlassen, sondern entspannt sich bequem auf einer Art Liegestuhl von dem er per Gedanken sein künstliches Ich steuert. Nicht alle Menschen betrachten die Surrogates als perfekten Ich-Ersatz. Die Gegner der neuen Lebensweise verschaffen sich eine Waffe, die sowohl für Roboter wie auch für die Menschen dahinter gefährlich werden kann.
Tolle Idee
Die Grundidee des Films Surrogates ist spannend, handelt es sich doch um eine Zukunftswelt, in der künstliches und natürliches Leben nicht mehr nebeneinander existieren, sondern um Menschen, die in und durch Roboter leben. Die ersten Filmminuten lang fasziniert dieser Umstand auch durch seine beeindruckende optische Umsetzung. Bruce Willis als Polizist auf Suche nach Roboter- und Menschenmördern ist zwar nicht schauspielerisch gefordert, kann aber den gejagten Jäger wie immer ausgezeichnet darstellen.
Konventionelle Lösungen
Leider entwickeln die Drehbuchautoren Michael Ferris und John D. Brancato ihr Idee nicht weiter. Dialoge zeigen immer wieder die Problematik zwischen Mensch und Maschine auf, ohne ihr konsequent auf den Grund gehen zu wollen. Im Mittelteil kann sich der Spannungsbogen nicht durchgehend halten und die Lösung des Problems wird von Regisseur Jonathan Mostow und Kameramann Oliver Wood großartig in Szene gesetzt, ist aber so konventionell wie mein Einschreiten bei lärmenden Mikrowellen: Abschalten – Dem klassichen Drücken des Knöpfchens fehlt leider die Metaebene. Deswegen habe ich mich sehr gut unterhalten, aber nichts hinterfragt.
Start des Films war am 21. Januar 2010
Regie: Jonathan Mostow, Drehbuch: Michael Ferris und John D. Brancato, Kamera: Oliver Wood, mit Bruce Willis, Rosamund Pike, Radha Mitchell, USA 2009
Song zum Wippen

Lust, weg zu fliegen?
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Für alle, die gerne abheben: Trällerte früher in Disney-Filmen alles, was einen Mund oder Schnabel besaß, gibt es mittlerweile nicht mehr in jedem ihrer Kinoabenteuer Songs. Das hier ist Musik, die aus der Tonspur des 3D-Trickfilms Oben zusammengeschnitten wurde. Der propere Sonnenschein Russell gibt den Song zum besten. Ein Lied zum Mitwippen, Mithüpfen oder Mitfliegen – das hat auch Daniel so empfpunden.
Foto: Screenshot Disney Pixar Oben
Space Shuttle, gebraucht, 42 Millionen Dollar

Sterneneroberer aufgepasst: Zum Verkauf stehen zwei Raumfahrt-Klassiker mit robuster Technik – die Space Shuttle Endeavour und Atlantis. Die zeitlos schönen Oldtimer bieten jeweils sieben bis acht Sitzplätze, viel Stauraum, eine kleine Küche, Schlafkabinen und je zwei Toiletten. Die Kacheln im eleganten Schwarz-Weiß-Kontrast machen die Raumgleiter zum Blickfang in jeder größeren Garage. Etwa 40 mal 25 Meter Stellfläche benötigt das Space Shuttle. Optional sind als Zubehör ein externer Treibstofftank und zwei Feststoffraketen erhältlich.
Zeitloses Design
Die Endeavour, Baujahr 1991, hat einen Tachostand von 169,19 Millionen Kilometern. 2005 wurde das Shuttle grundüberholt. Ausstattungsextras sind GPS und frei belegbare Monitore im Cockpit. Der Tacho der Atlantis, Baujahr 1984, zeigt 182,29 Millionen Kilometer an. Sie wartet mit einem russischen Andockadapter und Bremsschirm auf.
Shuttle zum Schnäppchenpreis
Wem die Startkosten von etwa einer halben Milliarde Dollar zu hoch sind, könnte sein Space Shuttle zum Beispiel als Wohnung umfunktionieren oder als Ausstellungsstück einem Museum spendieren. Die sechs Millionen Dollar Versandkosten sind im Kaufpreis schon inklusive. Interessenten wenden sich bitte an die Nasa.
Foto: Nasa, Space Shuttle Atlantis, Mission STS-129
Der Kurzfilm Alma

Almas Sehnsucht findet scheinbar so zauberhauft ihre Erfüllung und hat doch ein bitterböses Ende. Der spanische Regisseur Rodrigo Blaas vollführt diese dramatische Wende innerhalb von Augenblicken, denn bei seinem Erstling Alma handelt es sich um einen Kurzfilm.
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Der Film bleibt nur eine begrenzte Zeit online und falls Ihr zu spät dran seid, klickt hier weiter zur Homepage von Alma.
Alma from Rodrigo Blaas on Vimeo.
Gefunden habe ich den Film bei Svenja auf Orangetopic.
Pott-Kultur

Am Wochenende – vom 9. bis 10. Januar 2010 – hat die Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres auf Zollverein in Essen stattgefunden. Eisige Kälte und reichlich Schnee konnten mich nicht davon abhalten, an beiden Tagen viele Fotos auf dem Gelände der früheren Zeche zu schießen. Ab und an habe ich an einem Glühwein genippt. Sämtliche Cafés waren so überlaufen, dass wir eh keinen Platz darin gefunden hätten. Also wärmten wir uns an Musik, Darstellungen und der bizarren Industriekulisse.
Industrieromantik
Zollverein wurde in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet und spiegelt die beginnende Moderne in der Architektur wieder. Damals wandte man sich ab vom bislang üblichen Kathedralbau der Industrieanlagen und suchte neue sachliche Formen. Ein wenig erinnert mich Zollverein an Charlie Chaplins Film Moderne Zeiten. Mittlerweile haben wir Ruhrgebietler unsere Vergangenheit zu schätzen gelernt und bekennen uns zu Kohle und Stahl. Vielleicht klingt ein wenig Romantisierung mit, wenn wir an vergangene Zeiten erinnern, in denen die Kollegen noch Kumpel und Arbeitskraft Mangelware waren.
So wie Paris seinen Eiffelturm hat, betrachten die Essener stolz den Förderturm von Zollverein. Wer denkt dabei noch an Zwölf-Stunden-Plackerei unter Tage? Hier sind für Euch die Fotos von der Eröffnungsveranstaltung der Kulturhauptstadt Essen auf Zollverein. Weiter geht es unten nach dem Klick …


